MV Epfenhofen

Kurzchronik
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Geschichte

wie alles begann

1. Mai 1920: Vor genau 85 Jahren konnten die Dorfbewohner Epfenhofens zum ersten Mal ihren Musikverein in voller Aktion erleben. Nach viermonatiger Probezeit trat die neu gegründete Blaskapelle an drei verschiedenen Plätzen im Ort auf und brachte je drei Volkslieder zur Aufführung. Kaspar Burger, Dirigent des MV Blumegg hatte im Gasthaus "Linde" Monate zuvor das Angebot gemacht, einen zu gründenden Verein musikalisch zu leiten. Gegründet von Rudolf Fluck, Yaver Merk, Ferdinand Merk, Eduard Merk, Anton Rösch I, Anton Rösch II, Alois Rösch, Josef Indlekofer, Fritz Merk, Vitus Leingruber trat der Verein bald dem Blasmusikverband Oberrhein bei.

Bereits im Jahr 1921 übernahm ein Mann aus den eigenen Reihen die musikalische Führung. Rudolf Fluck konnte als Dirigent der Kommentaler bis zum Jahr 1970 immer neue Akzente setzen. Der Musikverein nahm in den zwanziger und dreißiger Jahren sechsmal an Preiswettspielen teil und bereicherte nicht nur musikalisch das dörfliche Leben. So wurden jährlich von den Musikern Theaterstücke inszeniert und zur Aufführung gebracht. Im Jahr 1950 feierte der Verein mit achtzehn Gastkapellen sein dreißigjähriges Bestehen. 1965 bildete sich aus dem Musikverein eine Tanz- und Unterhaltungsabteilung unter dem Namen "Kommental-Musikanten". Vorwiegend junge Musiker begeisterte Georg Rösch, Dirigent seit 1970, für die volkstümliche Blasmusik und sorgte für eine stetige Aufwärtsentwicklung der Abteilung. Bals zählten die "Kommentaler" zu den bekanntesten und begehrtesten Blasorchestern der Region. 1982 übernahm Günter Kaiser den Dirigentenstab und übergab diesen im Jahr 1990 an Norbert Wegener, der nachdem seit 1992 Erich Grießhaber die Kapelle führte, im Jahr 1998 wiederum Dirigent wurde. Lothar Brutsche, damals Vorsitzender des Vereins, dirigiert seit 2002 die "Kommentaler".

Ein Höhepunkt des Vereinslebens waren sicherlich die Fernsehaufnahmen für die Südwestrundfunksendung "Abendmelodie". Fast ein Mann der ersten Stunde ist Siegfried Leingruber, denn seit nunmehr 74 Jahren ist er aktiver Musiker bei den "Kommentalern". 2003 ehrte der Präsident des Blasmusikverbandes Hochrhein die großen Verdienste des Jubilars und verlieh diesem den Ehrenbrief und die Ehrennadel in Gold der Bundesvereinigung Deutscher Blas- und Volksmusikverbände. Gleichzeitig erhielt er die goldene Verdienstmedaille des Internationalen Musikbundes CISM.

In der Kapelle sind heute viele junge Musiker aktiv. Das alleine ist noch nichts Besonderes. Zählt man jedoch das Lebensalter der heutigen Vorstandsmitglieder Daniel Leingruber, Tobias Weißhaar, Simone Fluck und Silke Leingruber zusammen, so ist die gesamte Vorstandschaft der "Kommentaler" kaum älter als die Blaskapelle selbst. Im Jahr 2004 wählten die Mitglieder die vier Jungen in den Vorstand. Momentan zählen die Kommental-Musikanten insgesamt 94 Mitglieder, 26 sind aktive Musikanten.


Quelle: Schwarzwälder Bote, Mai 2005
Aus der Chronik des Musikvereins

Anfang der 20er Jahre wurde auch in Epfenhofen der Wunsch laut, eine Musikkapelle zu gründen. So war es nicht verwunderlich, als an einem Sonntag Kaspar Burger, Dirigent des MV Blumegg in der "Linde" den anwesenden jungen Leuten von seiner Kapelle erzählte und gleichzeitig das Angebot machte, diesen zu gründenden Verein musikalisch zu leiten. Alsbald fand sich eine Anzahl musikbegeisterter Epfenhofener zusammen, um ihre Freizeit in den Dienst der Blasmusik zu stellen.














Diese Gründungsmitglieder waren:
Rudolf Fluck, Xaver Merk, Ernst Merk, Ferdinand Merk, Eduard Merk, Anton Rösch I, Anton Rösch II, Alois Rösch, Josef Indlekofer, Fritz Merk, Vitus Leingruber.

Am 1. Mai 1920 trat der Verein nach ca. viermonatiger Probezeit erstmals öffentlich auf. Es wurden an verschiedenen Plätzen jeweils drei Volkslieder "Freiheit die ich meine", "Ein Sträußchen am Hute" und "Schier dreißig Jahre bist du alt" zur Aufführung gebracht. Der neugegründete Verein trat bald dem Volksmusikverband Oberrhein bei. Dieser Verband gab sich viel Mühe, junge Dirigenten heranzubilden. Rudolf Fluck eignete sich unter vielen Opfern an Zeit und Geld diese Kenntnisse an, so dass bereits 1921 ein Mann aus den eigenen Reihen die musikalische Leitung des Musikvereines inne hatte.

Bis zum Jahre 1970, also 49 Jahre lang, setzte Rudolf Fluck mit seinem Fachwissen, so wie seiner Liebe zur Musik immer wieder neue Akzente. Höhepunkte des Vereinslebens jener Jahre waren die sog. Preiswettspiele, an denen die Kapelle in den Jahren 1926-1934 sechsmal teilnahm. Auf kulturellem Gebiet wurden jedes Jahr Theaterstücke aufgeführt, wobei am Stephanstag 1932, als ein Gewitter imitiert werden sollte, das Gasthaus "Löwen" abbrannte.

Das 15-jährige Gründungsjubiläum unserer Kapelle im Jahre 1935 wurde, dank herrlichem Wetter zu einem vollen Erfolg.

Mit Beginn des 2. Weltkrieges wurden fast alle Musiker zu den Waffen gerufen. Das schreckliche Geschehen forderte 7 gefallene und vermisste Musikkameraden.
Es waren diese: Emil Merk, Viktor Merk IV., Ernst Merk, Adolf Leingruber, Albert Selb, Ernst Rösch, Edwin Fluck.

Schon an Fastnacht 1947 begann sich der Verein wieder zu regen. In der "Linde" wurden 60 Reichsmark für Tanzmusik eingenommen. Das Jahr 1950 stand im Zeichen des 30-jährigen Bestehens unserer Kapelle. Wiederum herrliches Wetter sowie der Besuch von 18 Gastkapellen machten auch dieses Fest zu einem Erlebnis.

Innerörtliche Höhepunkte jener Jahre waren die Glockenweihe, sowie die Ehrenmaleinweihung für die Opfer des Krieges. Im Jahre 1957 wurden von der Gemeinde für Musikverein und Feuerwehr ähnliche Uniformen angeschafft. Nach der Uniformweihe in Form eines Festes trat der Musikverein fortan als Feuerwehrkapelle auf.


















Ende 1965 bildete sich aus dem Musikverein eine Tanz- und Unterhaltungsabteilung unter dem Namen "Kommental-Musikanten".

Maßgeblichen Anteil an der Aufwärtsentwicklung dieser Abteilung hatte der junge dynamische Dirigent Georg Rösch, der es verstand, die vorwiegend jungen Musiker für volkstümliche Blasmusik zu begeistern. Zur Finanzierung dieses Vorhabens wurde am 1. Mai 1967 ein Frühlingsfest veranstaltet, welches ebenso ein finanzieller Erfolg wurde wie die Übernahme von Holzhauerarbeiten im Winter 1966.

Am 1. Mai 1970 wurde das 50-jährige Bestehen unseres Musikvereines gefeiert. dieses Fest stand witterungsmäßig unter einem schlechten Stern, denn es schneite und regnete 3 Tage lang fast ununterbrochen, dennoch wurde auch dieses Fest zum Erfolg für unseren Verein.
Bei diesem Jubiläum wurden: Rudolf Fluck, Xaver Merk, Anton Rösch II und Eduard Merk für 50-jährige aktive Mitgliedschaft im Verein mit der großen goldenen Ehrennadel des Verbandes Deutscher Blasmusik ausgezeichnet.
Leider konnte Anton Rösch I, Gründungsmitglied, langjähriger Vorstand sowie Bezirksvorsitzender des Bezirks IV im Blasmusikverband Hochreihn, diese Ehrung nicht erleben.
Für 40-jährige aktive Mitarbeit wurde Josef Leingruber und Emil Weh die goldene Ehrennadel verliehen.
Die obengenannten wurden zu Ehrenmitgliedern, Rudolf Fluck zum Ehrendirigenten ernannt. Die Stabführung übergab er Georg Rösch.

In der Folgezeit entwickelten sich die Kommental-Musikanten zu einem bekannten und begehrtem Blasorchester der näheren Umgebung. Ein Höhepunkt besonderer Art war die Mitwirkung der Kommental-Musikanten an einer Informationsreise der FDP nach Bonn, wo man im Bundeshaus viele prominente Politiker antraf und persönlich kennenlernte.

Das 60-järige Bestehen unserer Kapelle wurde in großem Rahmen über die ersten Maitage 1980 gefeiert. Wir hatten damals die Ehre, zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte ein Bezirksmusikfest ausrichten zu dürfen. Auch dieses Fest wurde erfolgreich beendet. An diesem Fest dirigierte Ehrendirigent Rudolf Fluck zum letzten Mal seine liebgewonnene Kapelle mit dem Marsch "Alte Kameraden". Unser Rudolf Fluck starb 1984. Wir begleiteten ihn auf seinem letzten Weg mit Trauerweisen.

Im Jahre 1982 gab es einen Wechsel im Dirigentenamt. Für Georg Rösch übernahm Günter Kaiser die Stabführung. Auch er blieb der vorwiegend volkstümlichen Stilrichtung seines Vorgängers treu.
Frühschoppenkonzert mit neuer Feuerwehruniform 1957
"Ständerle" in Ludwigshafen-Friesenheim 1980 mit Helmut Kohl
>> Gruppenbilder der aktiven Musiker von der Gründung bis heute
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Höhepunkte der 80er Jahre waren die Besuche in Ludwigshafen-Freisenheim bei unserem Ehrenmitglied Franz Kehl und der dortigen Chorgmeinschaft Friesenheim, wobei wir die Ehre hatten, selbst dem ehem. Budeskanzler Kohl ein "Ständerle" zu spielen. Eine besondere Aufgabe für den Dirigenten und alle Musiker wurde mit der Herstellung einer MC im Jahre 1988 in Angriff genommen, dem rechtzeitig vor unserem Fest 1990 die zweite MC sowie unsere erste LP folgten.

Heute präsentieren sich die Kommental-Musikanten in schmucker Tracht, die 1986 mit finanzieller Hilfe der Stadverwaltung Blumberg angeschafft und 1987 im Rahmen eines Festes eingeweiht wurde, bei ihren vielen Auftritten in näherer und weiterer Umgebung. Aber auch die weltlichen und kirchlichen Termine werden gerne vom Musikverein wahrgenommen.

Im November 1990 stellte Günter Kaiser sein Amt als Dirigent zur Verfügung. Sein Nachfolger wurde Norbert Wegener, der leider wegen Krankheit den Dirigentenstab 1992 an Erich Grieshaber übergab.

Die Höhepunkte der letzten Jahre waren zweifelsohne der Auftritt in der Heimatstadt unseres ehem. Bürgermeisters Clemens Stahl, Leun bei Wetzlar.
Auch ein Live-Auftritt bei dem Radiosender Südwestfunk ist sicherlich erwähnenswert, ebenso unser zweitägiger Besuch in Grünberg-Lehnheim bei Frankfurt.

1993 erhielt unser Musikkamerad Siegfried Leingruber die Landesehrennadel des Landes Baden Württemberg, sowie die "Große-Goldene Ehrennadel" (GIII) vom Bund Deutscher Blasmusik, für sein 60 jähriges Engagement.
2002 übergab Erich Grießhaber das Dirigentanamt an Lothar Brutsche.
2003 erhielt Siegfried Leingruber den Ehrenbrief und die Ehrennadel in Gold der Bundesvereinigung Deutscher Blas- und Volksmusikverbände. Gleichzeitig erhielt er die goldene Verdienstmedaille des Internationalen Musikbundes CISM.

Im Jahr 2005 konnten der Musikverein Epfenhofen sein 85 jähriges Jubiläum, verbunden mit dem Bezirksmusikfest des Blasmusikverbandes Hochrhein begehen. Das Jubiläumsfest wurde vom 29.04-02.05.05 im großen Festzelt gefeiert.

Im Jahr 2009 gab es einen weiteren Dirigentenwechsel. Elmar Klein übernahm den Dirigentenstab.

So hoffen wir für die Zukunft, dass das Zusammengehörigkeitsgefühl immer vorherrschen möge und in Kameradschaft das Erbe unserer Väter und Großväter, die unter großen persönlichen Opfern diesen Verein gegründet haben, in ihrem Sinne weiterzuführen.
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